Menschen vs Tierwelt

Wer ist wichtiger? Ist das eine Frage die man stellen kann oder sollten wir akzeptieren, dass die Menschen die sogenannte „dominate und überlegene Spezies“ sind und sich der Rest sich unter unserer Größe beugen sollte?

Einige Menschen bevorzugen anderen Menschen zu helfen und andere bevorzugen unsere als Tiere bekannte Gefährten zu helfen.

Die Frage die wir stellen können und stellen ist diese: Wann ist genug genug? Wer ist zerstörerischer und wie können wir mit einer klaren Meinung zusammenarbeiten um beiden zu helfen. In Afrika kämpfen MILLIONEN Menschen aber können eine andere Frage stellen: was ist kämpfen? Zuerst: Wer sind wir, die wir aus der westlichen Gesellschaft in ein Dritte-Welt-Land kommen und helfen wollen, obwohl uns niemand um Hilfe gebeten hat (oder wir in den falschen Gebieten helfen)? Für so viele Jahrzehnte wurde den Afrikanern geholfen – aber sehen wir eine Veränderung? Haben Sie eine Veränderung gesehen? Normalerweise sollte man eine Veränderung sehen wenn man hilft, oder? Oder braucht die Veränderung so lange Zeit da der Schaden über Jahrhunderte verursacht wurde?


Menschen und Tierwelt sind nicht so verschieden voneinander, also lassen Sie uns einen Blick in die Geschichte werfen. Menschen bilden Stämme und Löwen bilden Rudel. Gleiches Konzept und eine sehr ähnlich soziale Struktur, in der es Erwachsene Männer und Frauen gibt, die jüngere Generation und dann die Babys. Die Frauen/Weibchen sind verantwortlich für das Rudel und die Männer/Männchen sind (oder denken es zumindest) in Stämmen und Rudeln.


Vor Jahren lebten die Menschen sehr ähnlich wie die Löwen, als sich die Stämme in schwierigen Zeiten aufgeteilt haben, wenn es zu wenig Nahrung gab. Nach einigen Monaten wurde sich wieder zusammengetan, um sich später erneut zu trennen. Menschen haben auch ihre eigene Anzahl reguliert und sich nur vermehrt, wenn die Zeiten es zuließen, z.B. es genügen Nahrung und Wasser gab und das Klima passte. Die Männer sind zwischen den Stämmen gewechselt um ihre eigene DNA zu verbreiten und manchmal haben auch die Frauen ihre Stämme verlassen um Inzucht zu vermeiden. Wir kennen die Geschichten von früher als wir alle in Harmonie mit der Tierwelt lebten und nur das nahmen, was wir benötigten. Und in manchen Ländern ist das auch heute noch so, wo die Stämme sich dem Einfluss der westlichen Gesellschaft widersetzen. Kleine Gruppen von Menschen, die ihrer Beute nachfolgen. Nomaden?


Die Buschmänner waren dafür bekannt, da sie kleine Gruppen bildeten, als Nomaden zu leben und ihrer Nahrung zu folgen. Löwen tun das noch immer so und haben sich seit der Vorzeit nicht wirklich verändert. Wenn die Zeiten schwierig sind, verbünden sich Löwenrudel und jagen GROSSE Beute wie Elefanten oder Nilpferde, während die Antilopen zu ihren bevorzugten Weidegebieten gewandert sind. Wenn die Beutetiere zurückkommen, trennen sich die Rudel wieder und verteilen sich. Löwenmännchen hielten ihre Anzahl im Lot, und sobald das Rudel zu groß wird, trennen sie sich wieder. Männchen trennen sich wenn sie geschlechtsreif sind, da sie sich sonst mit ihren Geschwistern paaren würden. Also was hat sich verändert?


Wie gesagt, Löwen haben sich nicht so sehr verändert aber die Menschen haben sich verändert – wenn Sie sich fragen warum – lesen Sie hier. Das gleiche trifft für die westlichen Gesellschaften übrigens auch zu um ehrlich zu sein.

Wenn die Dinge einfacher verfügbar sind und man nicht so weit schauen muss, nicht so hart arbeiten muss oder einfach etwas erhält (sei es durch Großzügigkeit oder Mitleid), verändert sich das natürlich Umfeld. Wenn man regelmäßig Nahrung und Wasser hat und nicht so weit reisen muss, kann sich die Umgebung verkleinern. Alles ist immer und jederzeit verfügbar und die Fortpflanzungszahlen steigen. Mit so viel kostenlosen Medikamenten und Nahrungsmitteln ist es kein Wunder, dass die Bevölkerungszahlen gewachsen sind.

Wussten Sie übrigens dass in einigen afrikanischen Ländern die einheimischen Schneider nicht mit den Kleidungsstücken der westlichen Kleiderspenden konkurrieren können und daher ihre eigenen Läden schließen müssen? Oder wussten Sie, dass ihre gespendete Kleidung für die „armen Afrikaner“ an eben diese VERKAUFT und nicht einfach ausgehändigt werden! Wussten Sie dass die lokalen Ärtze keine erfolgreichen Praxen führen können, da sie für die Medikamente bezahlen müssen, während die staatlichen Kliniken kostenlose Medikamentenspenden aus dem Ausland bekommen? Die kleinen Ärzte müssen ihre Praxen schließen und die Bevölkerung kommt nicht zu ihnen, da sie dort etwas mehr bezahlen müssten.


Wenn ihr Kern sich vergrößert gibt es keine andere Möglichkeit als sich über eine größere Fläche auszubreiten und dadurch mehr Flächen aus der Tierwelt nehmen. Auf unserer gesamten Route in Malawi (von Sambia nach Tansania) haben wir nur ein Gebiet von etwa 5 km gefunden in dem es keine Menschen gab – und das lag hauptsächlich daran, dass wir über einen Berg fuhren, der sich momentan nicht zum Leben eignet. Aber vielleicht werden in 3 Jahren auch hier Menschen leben, da die anderen Gegenden übervölkert sind.


Kommen wir wieder zurück zu den Löwen – wir können das gleiche mit ihnen tun. Während der Spitzenzeiten werden die Löwen-Territorien kleiner da Nahrung und Wasser einfach verfügbar sind. Sobald die Löwen in schwierigere Zeiten kommen, können sie die Territorien um über 60% (grob geschätzt) vergrößern, da die Suche nach Nahrung und Wasser nun größere Gebiete erfordert. Während dieser Zeiten übernimmt die Natur das Ruder und die schwachen Gene sterben aus, da ihr Immunsystem mit den internen und externen Parasiten nicht umgehen kann. Die Löwenbabys sterben da sie nicht genügend Nährstoffe erhalten und Rudel kämpfen öfter mit anderen Rudeln, da sich die Territorien zu überlappen beginnen.


Wenn wir (Menschen) die Bestände an Antilopen in den Reservaten aufstocken und künstliche Wasserlöcher bauen, wird die Löwenpopulation sehr schnell ansteigen, da sie dauerhafte optimale Lebensbedingungen vorfinden – aber für wie lange? Sobald ihre Anzahl einen bestimmten Punkt überschritten hat, werden sie anfangen zu expandieren und mehr und mehr in von Menschen bewohnte Gebiete vordringen, wo sie getötet werden. Ein Punkt, der kaum von den Leuten berücksichtigt wird, die entweder der Tierwelt oder den Menschen helfen wollen ist dieser: Wenn man einer bestimmten Spezies (und ja, auch wir Menschen sind eine Spezies) helfen möchte, wird eine gefördert und einige andere möglicherweise nicht, die die Hilfe nicht ihren Erfordernissen entspricht. Wenn man künstliche Wasserlöcher baut um Beute- und Raubtiere in ihrer natürlichen Weise anzulocken, wird man möglicherweise die Löwen bevorzugen, da ihre Territorien kleiner werden. Aber dies wiederrum beeinflusst die Vegetation um diese Wasserlöcher negative, da sie keine Chance hätte sich vom Grasen der Beutetiere zu erholen.


Um alles zusammenzubringen und es verständlich zu machen, bleibt für uns die folgende Frage: Wenn wir unseren Mitmenschen und der Tierwelt helfen, finden wir da die bestmögliche Lösung für beide Spezies oder würden wir nur eine davon profitieren und die andere überhaupt nicht?


Denken Sie darüber nach …

 

(Übersetzung des Facebook-Artikels „HUMANS VS WILDLIFE“ vom 05. Mai 2014)

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